Deutsche Arbeitnehmer: Loyaler in der Krise / Laut einer aktuellen Studie ist fast jeder vierte Beschäftige seinem Arbeitgeber gegenüber treuer als zuvor
Donnerstag, 11.03.2010
Troy/Hamburg (ots) - Der Konjunkturrückgang der letzten Jahre hat
offenbar zu einer starken Bindung zwischen Unternehmen und ihren
Angestellten geführt: Durchschnittlich 23 Prozent der deutschen
Arbeitnehmer sind ihrem Arbeitgeber gegenüber loyaler als vor der
Wirtschafts- und Finanzkrise. Dabei fühlen sich ältere Mitarbeiter
stärker an ihr Unternehmen gebunden als ihre jüngeren Kollegen. Dies
hat eine internationale Studie ergeben, für die der führende
Personaldienstleister Kelly Services zwischen Oktober 2009 und Ende
Januar 2010 rund 134.000 Arbeitnehmer befragt hat, davon über 2.000
in Deutschland.
Laut der Befragung sind gutes Management und aktive Kommunikation
die wichtigsten Voraussetzungen für mehr Loyalität, während schlechte
Geschäfts- und Mitarbeiterführung, mangelnde Arbeitsmoral und
unzureichende Kommunikation dazu führen, dass die Bindung der
Angestellten zum Unternehmen nachlässt.
"Unternehmen, die im Hinblick auf die schwierigen wirtschaftlichen
Bedingungen offen kommuniziert und sich bestmöglich um ihre
Angestellten gekümmert haben, konnten so das Vertrauen und die
Bindung der Mitarbeiter in Zeiten der Krise stärken", sagt Ralf
Heiden, Geschäftsführer Kelly Services Deutschland. "Diese höhere
Loyalität führt dazu, dass die Mitarbeiter engagierter und
konzentrierter sind - ein entscheidender Vorteil, wenn die
Wirtschaftslage sich wieder verbessert."
Die Ergebnisse der Studie im Überblick:
- 43 Prozent der befragten Angestellten geben an, ihrem
gegenwärtigen Arbeitgeber gegenüber "absolut loyal" zu sein, bei
den 48- bis 65-Jährigen ist es sogar die Hälfte.
- Auf die Frage nach dem entscheidenden Faktor, der über die
Bindung zum Arbeitgeber entscheidet, nennen 49 Prozent
interessantere und anspruchsvollere Aufgaben. Für 19 Prozent ist
mehr Verantwortung wichtig, nur 14 Prozent halten ein höheres
Gehalt oder sonstige Vergütungen für essentiell.
- Nach dem wichtigsten Faktor befragt, der sie zur Kündigung
bewegen würde, nennen 25 Prozent der Befragten schlechtes
Management, gefolgt von mangelnder Kommunikation (20 Prozent)
und unzureichender Vergütung (16 Prozent).
- Die Reputation des Unternehmens ist bei der Jobwahl und der
Frage, ob sie ihrem Arbeitgeber treu bleiben, für 41 Prozent der
48- bis 65-Jährigen ein sehr wichtiger Faktor; bei den 18- bis
29-Jährigen sind es nur 19 Prozent.
Für die befragten Arbeitnehmer wird die Reputation eines
Unternehmens vor allem durch die Qualität von Geschäftsführung und
Mitarbeitern sowie Produkten und Services bestimmt. In geringerem
Maße tragen dagegen globale Marktpräsenz, finanzielle Performance und
Corporate-Social-Responsibility-Initiativen zum guten Ruf bei.
"Die Ergebnisse zeigen, dass die Bezahlung im Hinblick auf die
Motivation der Mitarbeiter weniger bedeutend ist als viele
Unternehmen glauben", sagt Ralf Heiden. "Um ihre Mitarbeiter zu
motivieren müssen Arbeitgeber dagegen vor allem für ein Umfeld
sorgen, das die persönliche Entwicklung fördert sowie interessante
und verantwortungsvolle Aufgaben ermöglicht."
Originaltext: Kelly Services
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/23902
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_23902.rss2
Kontakt für die Presse:
Ketchum Pleon GmbH
Nicole Kaul
Kaiserstraße 33
53113 Bonn
Tel: 0228/ 91514-389
Fax: 0228/210833
E-Mail: nicole.kaul@ketchumpleon.com